Klimaschutz in Berlin

Wie die meisten Großstädte in Deutschland wird auch Berlin vom Klimawandel und der damit einhergehenden globalen Temperaturerhöhung in der Zukunft direkt betroffen sein. Laut der Studie “Klimawandel und Kulturlandschaft Berlin“, die im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung durchgeführt wurde, ist bis 2050 in Berlin-Brandenburg mit einer Temperaturerhöhung von durchschnittlich 2,5 °C zu rechnen.

Es wird ebenfalls erwartet, dass meteorologische Extremereignisse in diesem Zeitraum zunehmen werden.

Als Großstadt und Lebensraum für Millionen von Menschen trägt Berlin aber auch deutlich zum CO2-Ausstoß bei. Daher ist es für die Stadtverwaltung wichtig, adäquate Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und damit auch die direkten Folgen für die Berliner Bevölkerung zu mindern.

Im Rahmen der Klimaschutzpolitik der Bundesregierung unterstützt die Berliner Stadtverwaltung die energetische Sanierung der Gebäude in Berlin. Insbesondere die Berliner Plattenbauten sind Ziel der Sanierungsmaßnahmen. Durch die bisherigen Maßnahmen konnte laut Stadtverwaltung der Energieverbrauch dieser Gebäude bereits um knapp die Hälfte reduziert werden. Bei Großprojekten, wie etwa dem vor einigen Jahren erbauten Berliner Hauptbahnhof, wird auf die Energieeffizienz ein besonderer Wert gelegt. So ist der Berliner Hauptbahnhof die größte Photovoltaikanlage der Stadt. Im Rahmen des Landesenergieprogramms wurden die Klimaschutzziele in verschiedene Kategorien unterteilt. Dazu zählen die Senkung des Primärenergieverbrauchs, die Entwicklung energieeffizienter Pilotprojekte mit Vorzeigecharakter, die Verdopplung des Anteils erneuerbarer Energien sowie die Reduktion verkehrsbedingter klimaschädlicher Emissionen.

Laut der Senatsstudie “Energiekonzept 2020” soll der größte Beitrag zum Klimaschutz in Berlin jedoch von den privaten Haushalten geleistet werden. 2,6 Millionen Tonnen des Gesamteinsparungsziels von 4,7 Millionen Tonnen CO2 sollen durch energieeffizientere Gebäude in Berlin gespart werden. Dies bedeutet ein jährliches Sanierungsziel von knapp über 10000 Gebäuden. Zudem soll das Fernwärmenetz weiter ausgebaut werden um die Energiedistribution effizienter zu gestalten und Einsparungspotenziale vollständig auszuschöpfen. Inwieweit diese Ziele bis 2020 tatsächlich erreicht werden können, bleibt angesichts der knappen Kassen allerdings weiter unklar.

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